Sicherer Babyschlaf: die wichtigsten Regeln

Von Redaktion baby-durchschlafen.de · aktualisiert am

Egal welchen Weg ihr beim Schlafen geht – diese Regeln gelten für jedes Baby im ersten Lebensjahr. Sie senken das Risiko für den plötzlichen Kindstod (SIDS) deutlich und sind einfach umzusetzen.

Inhalt
  1. Rückenlage – jedes Mal
  2. Schlafsack statt Decke
  3. Eigenes Bett im Elternschlafzimmer
  4. Feste Matratze, leeres Bett
  5. Nicht überwärmen: 16–18 °C
  6. Rauchfreie Umgebung
  7. Stillen schützt
  8. Schnuller beim Einschlafen
  9. Quellen & weitere Infos
  10. Häufige Fragen

Die Checkliste zum Abhaken

  • Zum Schlafen immer in Rückenlage
  • Schlafsack statt Decke
  • Eigenes Bett im Elternschlafzimmer
  • Feste Matratze, Bett ohne Kissen, Decken, Kuscheltiere, Nestchen
  • 16–18 °C Raumtemperatur, nicht überwärmen
  • Rauchfreie Umgebung – in der Schwangerschaft und danach
  • Stillen, wenn möglich
  • Schnuller zum Einschlafen anbieten, wenn euer Baby ihn mag

1. Rückenlage – jedes Mal

Die Rückenlage ist die sicherste Schlafposition für euer Baby – nachts genauso wie beim Tagschlaf. Seitenlage ist nicht sicher, weil Babys daraus leicht auf den Bauch rollen. Auf dem Bauch darf euer Baby gern liegen, wenn es wach ist und ihr dabei seid; das stärkt Nacken und Rücken. Sobald es sich selbst sicher in beide Richtungen drehen kann, müsst ihr es nachts nicht zurückdrehen – legt es aber weiterhin auf den Rücken hin.

2. Schlafsack statt Decke

Ein gut passender Schlafsack verhindert, dass euer Baby unter eine Decke rutscht. Er sollte am Hals eng genug sein, damit der Kopf nicht hineinrutschen kann, und weit genug, damit Beine und Hüften frei strampeln können. Wählt die Dicke (TOG-Wert) passend zur Raumtemperatur.

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Achtet auf die richtige Größe (Körperlänge minus Kopf plus etwas Strampelraum) und einen TOG-Wert passend zur Jahreszeit.

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3. Eigenes Bett im Elternschlafzimmer

Im ersten Lebensjahr schläft euer Baby am sichersten im eigenen Bettchen im Schlafzimmer der Eltern. So seid ihr nah dran, hört euer Baby und könnt schnell reagieren. Ein Beistellbett ist eine gute Lösung, wenn ihr nachts stillt.

Wenn euer Baby bei euch im Bett schläft

Viele Familien schlafen zumindest zeitweise gemeinsam. Dann ist besonders wichtig: nie gemeinsam auf dem Sofa oder Sessel einschlafen. Teilt das Bett nicht, wenn ein Elternteil raucht, Alkohol getrunken oder müde machende Medikamente oder Drogen genommen hat, wenn ihr extrem übermüdet seid oder wenn euer Baby zu früh geboren wurde oder sehr leicht ist. Das Baby liegt auf einer festen Matratze, nie auf oder unter Kissen und Bettdecke der Erwachsenen, und nicht zwischen zwei Erwachsenen.

4. Feste Matratze, leeres Bett

Die Matratze sollte fest sein, sodass euer Baby nicht einsinkt, und genau ins Bett passen. Kissen, Decken, Felle, Kuscheltiere, Nestchen und Bettumrandungen haben im Babybett im ersten Jahr nichts zu suchen – sie können die Atmung behindern oder zu Überwärmung führen. Ein Kuscheltier oder Schnuffeltuch ist ab etwa dem ersten Geburtstag eine schöne Einschlafhilfe.

5. Nicht überwärmen: 16–18 °C

Babys geben Wärme vor allem über den Kopf ab. Deshalb: im Raum keine Mütze, keine Wärmflasche oder Heizdecke im Bett, und das Bett nicht direkt neben die Heizung oder in die Sonne stellen. Empfohlen sind 16–18 °C im Schlafraum – im Sommer ist das oft nicht erreichbar; dann eben leichter anziehen. Ob es passt, fühlt ihr im Nacken: warm und trocken ist gut, verschwitzt ist zu warm.

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Zeigt auf einen Blick, ob die Temperatur im Schlafraum passt. Modelle mit Hygrometer messen zusätzlich die Luftfeuchtigkeit.

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6. Rauchfreie Umgebung

Rauchen in der Schwangerschaft und in der Umgebung des Babys ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für den plötzlichen Kindstod. Das gilt auch für das Rauchen in anderen Räumen oder auf dem Balkon, weil Schadstoffe an Kleidung und Haut haften. Hilfe beim Aufhören gibt es zum Beispiel beim Rauchfrei-Telefon des BIÖG (0800 8 31 31 31, kostenfrei).

7. Stillen schützt

Gestillte Babys haben ein geringeres Risiko für den plötzlichen Kindstod. Jede Stillzeit zählt – aber auch wer nicht stillt oder nicht stillen kann, macht mit allen anderen Regeln sehr viel richtig.

8. Schnuller beim Einschlafen

Ein Schnuller zum Einschlafen ist im ersten Lebensjahr mit einem geringeren Risiko verbunden. Bei gestillten Babys wartet ihr am besten, bis das Stillen gut klappt. Will euer Baby keinen Schnuller, müsst ihr ihn nicht aufdrängen; fällt er im Schlaf heraus, muss er nicht zurück.

Quellen & weitere Infos

Häufige Fragen

Welche Schlafposition ist für Babys am sichersten?

Die Rückenlage. Babys sollten im ersten Lebensjahr zum Schlafen immer auf den Rücken gelegt werden – auch beim Mittagsschlaf. Bauchlage nur im Wachzustand und unter Aufsicht.

Welche Raumtemperatur ist ideal für Babys?

Empfohlen werden 16 bis 18 °C im Schlafraum. Ob es eurem Baby zu warm ist, fühlt ihr am Nacken: Er sollte warm, aber nicht verschwitzt sein.

Darf mein Baby ein Kuscheltier im Bett haben?

Im ersten Lebensjahr nicht. Kuscheltiere, Kissen, Decken, Felle und Nestchen können die Atmung behindern oder zu Überwärmung führen. Das Babybett sollte leer sein.

Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Wenn euch etwas am Schlaf oder an der Gesundheit eures Babys Sorgen macht, sprecht mit eurer Kinderärztin, eurem Kinderarzt oder eurer Hebamme.