Baby schläft unruhig – Ursachen & was hilft

Von Redaktion baby-durchschlafen.de · aktualisiert am

Euer Baby wälzt sich, seufzt, grunzt und wacht ständig auf? Meistens steckt nichts Schlimmes dahinter. Hier sind die häufigsten Gründe – und was jeweils hilft.

Inhalt
  1. 8 häufige Ursachen für unruhigen Babyschlaf
  2. Was beim Beruhigen hilft
  3. Wann ihr ärztlichen Rat holen solltet
  4. Häufige Fragen

Erst mal durchatmen

Babys schlafen von Natur aus unruhiger als Erwachsene. Ein großer Teil ihres Schlafs ist aktiver Schlaf: Augen bewegen sich unter den Lidern, Arme und Beine zucken, das Gesicht verzieht sich. Das ist gesund – und nicht jedes Geräusch heißt, dass euer Baby wach ist.

8 häufige Ursachen für unruhigen Babyschlaf

1. Aktiver Schlaf

Wartet einen Moment, bevor ihr eingreift. Oft schläft das Baby nach ein paar Geräuschen von selbst weiter. Wer zu schnell hochnimmt, weckt es manchmal erst richtig auf.

2. Hunger

In den ersten Monaten ist nächtlicher Hunger normal. Auch Wachstumsschübe können Phasen auslösen, in denen euer Baby häufiger trinken will.

3. Zu warm (oder zu kalt)

Überwärmung ist nicht nur unbequem, sondern auch ein Risiko. Fühlt im Nacken: Ist er warm und trocken, passt es. Ist er verschwitzt, ist es zu warm. Kalte Hände sind dagegen normal. Ideal sind 16–18 °C Raumtemperatur und ein Schlafsack statt Decke.

4. Volle Windel oder wunder Po

Eine volle oder nasse Windel stört manche Babys sehr, andere kaum. Nachts nur wickeln, wenn nötig – bei gedimmtem Licht und ohne viel Aktion.

5. Zahnen

Wenn die Zähne kommen, schlafen viele Babys einige Nächte schlechter. Kühle Beißringe am Tag und viel Nähe helfen. Fragt bei starken Beschwerden in der Kinderarztpraxis nach.

6. Entwicklungsschübe

Drehen, Sitzen, Krabbeln, Fremdeln: Wenn euer Baby tagsüber viel lernt, verarbeitet es das nachts. Manche üben sogar im Bett das Drehen. Solche Phasen gehen vorbei.

7. Übermüdung oder zu viele Reize

Ein Tag voller Besuch, Ausflüge oder Bildschirmlicht am Abend kann sich nachts zeigen. Ein ruhiger Abend und ein festes Einschlafritual helfen beim Runterkommen.

8. Nähebedürfnis

Vor allem junge Babys fühlen sich unsicher, wenn die Bezugsperson weg ist. Das eigene Bett im Elternschlafzimmer verbindet Nähe mit Sicherheit – euer Baby hört und riecht euch, hat aber eine eigene Schlaffläche.

Was beim Beruhigen hilft

  • Eine Hand auf Bauch oder Brust legen, leise summen oder „Schhh“ machen.
  • Hochnehmen, sanft wiegen oder herumtragen – und wieder hinlegen, wenn es ruhig ist.
  • Leise, gleichmäßige Einschlafmusik oder ein ruhiges Rauschen.
  • Tagsüber: Spaziergang mit dem Kinderwagen oder in der Trage – Bewegung beruhigt viele Babys.

Sicher beruhigen

Wenn euer Baby in der Babyschale, im Kinderwagen oder in einer Wippe einschläft, legt es zum längeren Schlafen in Rückenlage in sein Bett. Babys sollten nicht über längere Zeit im Autositz schlafen. Und: Ein Baby niemals schütteln – auch nicht leicht. Wenn euch das Schreien über den Kopf wächst, legt es sicher ins Bett, verlasst kurz den Raum und holt euch Hilfe, zum Beispiel beim Elterntelefon der Nummer gegen Kummer (0800 111 0 550, kostenfrei).

Wann ihr ärztlichen Rat holen solltet

Sprecht mit eurer Kinderarztpraxis, wenn euer Baby Fieber hat, schnarcht oder Atempausen macht, beim Atmen Geräusche oder Einziehungen zeigt, stark schwitzt, schlecht trinkt oder sich trotz allem gar nicht beruhigen lässt. Außerhalb der Praxiszeiten erreicht ihr den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117, im Notfall die 112.

Häufige Fragen

Ist es normal, dass mein Baby im Schlaf zappelt und Geräusche macht?

Ja. Babys verbringen viel Zeit im aktiven Schlaf. Dabei zucken sie, verziehen das Gesicht, seufzen oder grunzen. Das ist normal und meist kein Grund, das Baby hochzunehmen.

Wann sollte ich mit unruhigem Schlaf zum Kinderarzt?

Bei Fieber, Atempausen, lautem Schnarchen, auffälliger Atmung, starkem Schwitzen, Trinkschwäche oder wenn sich euer Baby gar nicht beruhigen lässt. Bei akuten Sorgen hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117, im Notfall die 112.

Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Wenn euch etwas am Schlaf oder an der Gesundheit eures Babys Sorgen macht, sprecht mit eurer Kinderärztin, eurem Kinderarzt oder eurer Hebamme.